Eine besondere Lebensphase
- Die Wechseljahre sind eine natürliche Phase, in der die Fruchtbarkeit abnimmt und hormonelle Veränderungen auftreten.
- Symptome können durch verschiedene Ansätze gelindert werden, die von Medikamenten bis hin zu Lebensstilfaktoren wie einer angepassten Ernährung und gesteigerten Bewegung reichen.
- Jede Frau erlebt die Wechseljahre anders.
Die Wechseljahre
Definition und Beginn
Die Wechseljahre, auch als Klimakterium bekannt, sind ein natürlicher Prozess im Leben jeder Frau. Sie treten in der Regel zwischen dem Alter von 40 und 45 Jahren auf, wobei der genaue Zeitpunkt von der hormonellen Konstellation und anderen individuellen Faktoren abhängt. In dieser Phase nimmt die Fruchtbarkeit ab und es kommt zu einer Veränderung des Hormonhaushalts.

Symptome
- Hitzewallungen: plötzliches Gefühl von Wärme, das sich über den Körper ausbreitet
- Schlafstörungen: Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen
- Stimmungsschwankungen: sich verändernde Gemütszustände wie Reizbarkeit oder Niedergeschlagenheit
- Gewichtszunahme: Veränderung des Stoffwechsels, die zu einer Zunahme des Körpergewichts führen kann
- Vaginale Trockenheit: Abnahme der natürlichen Feuchtigkeit im Intimbereich, die zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen kann
Hormonelle Veränderungen
Behandlungsmethoden
Hormonersatztherapie
Eine Möglichkeit, um Beschwerden in den Wechseljahren zu behandeln, ist die Hormonersatztherapie (HRT). Diese Methode beschreibt die Einnahme von Hormonen, um die natürlichen Schwankungen auszugleichen, die im weiblichen Körper auftreten. Es ist wichtig zu beachten, dass eine HRT auch Nebenwirkungen haben kann. Daher sollte ihr Einsatz gemeinsam mit einem Arzt oder einer Ärztin besprochen werden, um sicherzustellen, dass die Methode für die jeweilige Frau geeignet ist.
Natürliche Alternativen
- Sojabohnen
- Leinsamen
- Kichererbsen
- Mungbohnen
- Haferflocken
Lebensstil

Natürliche Strategien, um das Wohlbefinden in den Wechseljahren zu fördern
Ernährung
Während der Wechseljahre sinkt der Energiebedarf. Der Nährstoffbedarf, das heißt der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen, bleibt jedoch gleich. Daher sollte unbedingt auf eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung geachtet werden. Eine richtige Ernährungsweise kann eine große Rolle dabei spielen, mögliche Symptome zu reduzieren und gleichzeitig Gesundheitsrisiken vorzubeugen.
Eine eiweißreiche Ernährung mit vielen frischen Zutaten ist empfehlenswert:
- Soja: Sojaprodukte wie Tofu, Sojamilch und Sojajoghurt enthalten Sojaisoflavone, die eine östrogenähnliche Wirkung haben. Dadurch können sie dabei helfen, hormonelle Schwankungen auszugleichen und Wechseljahrsbeschwerden zu lindern.
- Gemüse und Obst: Sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Sie sollten täglich in ausreichender Menge verzehrt werden.
- Vollkornprodukte: Sie tragen zu einer besseren Verdauung bei und versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen.
- Fisch: Eine gute Quelle von Omega-3-Fettsäuren, die helfen, Entzündungen zu reduzieren und das Herz-Kreislauf-System zu schützen, zudem ist Fisch reich an Eiweiß.
- Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen oder Erbsen stellen eine hochwertige Eiweißquelle dar.
- Milch- und Milchprodukte: Enthalten viel Eiweiß und zudem den Mineralstoff Calcium, der wichtig für die Knochenstabilität ist.
Phytoöstrogene und ihre Bedeutung
- Sie können helfen, Hitzewallungen und Schwitzen zu reduzieren.
- Sie können die Stimmung und das allgemeine Wohlbefinden verbessern.
- Sie unterstützen die Knochengesundheit durch ihre östrogenähnlichen Eigenschaften.
- Sie können dazu beitragen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.
Nahrungsergänzungmittel
In manchen Fällen möchten Frauen noch mehr tun, um ihr Wohlbefinden in den Wechseljahren zu verbessern. Hier kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Hier sind einige Nahrungsergänzungsmittel, die hilfreich sein könnten:
Lebensstil
Stressmanagement
Körperliche Aktivität
Regelmäßige körperliche Aktivität ist in dieser Lebensphase entscheidend, um Stimmung und Energielevel zu steigern. Eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining kann Ihnen helfen, fit und gesund zu bleiben. Auch im Falle einer Gewichtszunahme ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben. Starten Sie mit mindestens 30 Minuten moderater Bewegung an den meisten Tagen der Woche. Einige Beispiele sind:
- Spaziergänge
- Schwimmen
- Radfahren
- Yoga oder Pilates
- Krafttraining